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Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger.
(Perikles)


Rettet das Herz von Bonn


Doppelschlag gegen das Herz der Stadt: Planungen am Stadtwerkegelände bedrohen die Innenstadt und vergraulen den Investor am Bahnhofsvorplatz
Seit jeher ist der Marktplatz das Herz einer jeden Stadt. Der Marktplatz ist seit 2.500 Jahren Ort des Handels, des gesellschaftlichen und politischen Lebens, Ort der Kommunikation und der Kultur. Nicht umsonst sind die alten Rathäuser am Marktplatz im Herzen der Stadt zu finden.
Die Bonner Innenstadt verkörpert dieses Bild in optimaler Weise. Nahezu rund um Markt und Münsterplatz zeigt sich eine kompakte City mit hoher Aufenthaltsqualität, die nicht monofunktional dem Handel allein gehört, sondern mit Rathaus, Münster und Beethovenhaus Politik, gesellschaftliches und soziales Leben sowie kulturelle Aspekte umfasst. Begrenzt wird sie durch Universität, Bahnhof, die Oxfordstraße als Magistrale und den Belderberg. Leerstand und Billigsortimente sind, wenngleich vorhanden, Mangelware, weil die kompakte Form der City keine „ausfransenden", immer unattraktiver werdenden Straßenverläufe aufweist.
Dennoch bietet auch die Bonner Innenstadt Bereiche, die auf eine städtebauliche Aufwertung warten. Zuallererst ist das der Bahnhofsbereich, der vielen Touristen und Tagungsgästen den ersten, vielleicht letzten – und schlechtesten – Eindruck vermittelt.


  • Auf den Bahnhofsbereich muss sich das Augenmerk der Politik und der Verwaltung richten!
  • Am Bahnhofsvorplatz wollen die Bonner – und nicht nur die Bonner – Ergebnisse sehen!
  • Daran werden zur Kommunalwahl 2009 die Parteien gemessen!



  • Die Entwicklung des Bahnhofs bietet aktuell mit einem potentiellen Investor für die Südüberbauung und einem städtebaulichen Wettbewerb für den gesamten Bereich (Informationen zur Wettbewerbsausschreibung) neue Chancen, die durch die Planungen am Stadtwerkegelände konterkariert werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Investor trotz unterschriebener Verträge zurückzieht, weil konkurrierende Planungen vorangetrieben werden.
    Diese konkurrierenden Planungen sehen vor, die City in der Ratssitzung am 18. Juni planungsrechtlich bis zur Beethovenhalle zu erweitern, um die Grundlagen für die Genehmigung eines Einkaufszentrums  von der Josephstraße entlang der Sandkaule bis zur Theaterstraße (weitere Informationen hier) an der Beethovenhalle zu schaffen.
    Damit entsteht ein Einzelhandelsstandort
    - außerhalb des gewachsenen Zentrums,
    - ohne funktionierende Wegebeziehung zum Zentrum,
    - mit vielen Parkplätzen,
    - der mit der City konkurriert und
    - ihr Umsatz entzieht,
    - ohne dass die Attraktivität der Innenstadt erhöht wird.


    city-marketing bonn e.V. spricht sich eindeutig für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt durch neue Einzelhandelsflächen aus. Eine Attraktivitätssteigerung ergibt sich aber nur, wenn
    - die Flächen in die bestehenden Lagen integriert sind und
    - sie städtebauliche Defizite beseitigen.


    Dies ist am Bahnhofsvorplatz, nicht aber am Stadtwerkegelände der Fall. Im Gegenteil: Das geplante Einkaufszentrum am Stadtwerkegelände gefährdet die Funktionsfähigkeit und die Qualität der City, weil mit den Umsatzeinbußen das beschleunigte Verschwinden des Facheinzelhandels, steigender Leerstand und mehr Billigsortimente einhergehen.




    Deshalb fordern wir:


    1. Erst die Flächen in der City (Bahnhofsvorplatz, Friedensplatz) zu entwickeln, bevor andere Standorte diskutiert werden.


    2. Die Ablehnung des Einkaufszentrums „Stadtwerke Bonn", weil es nicht in den funktionierenden Einkaufsstandort „Bonn-City" integriert ist.


    3. Die Beibehaltung der bisherigen räumlichen Definition der Bonner City.


    4. Klare und verbindliche Leitlinien der Innenstadtentwicklung aufzustellen (Masterplan), um langfristige Planungssicherheit zu schaffen und die Diskussion von Einzellösungen zu beenden.